Montag, 2. Februar 2009

Je älter, desto kälter?

In der guten alten Zeit konnte man Oma und Opa einfach auf die Ofenbank zur Katze setzen, wenn die gefühlte Temperatur nicht dem individuellen Wohlbehagen der Senioren entsprach. Aber heute, im Zeitalter der Zentralheizung, drehen ältere Menschen und sonstige Kaltblüter die Ventile der Heizkörper auf volle Pulle. Das wiederum führt zu Diskussionsbedarf mit den jüngeren Mitbewohnern, die ihrerseits stets alle Fenster aufreißen, damit frische Luft hereinkommt, die das Atmen wieder ermöglichen soll. Die  Standpunkte der beiden Fraktionen sind nicht zu schlichten. Ernsthafter Streit ist vorprogrammiert: Krieg bis auf die kalten Knochen!

Was kann man tun, wenn man immer friert? 
1. Sich Bewegung verschaffen. Körperliche Aktivitäten produzieren Wärme. Bewegung stärkt zusätzlich die Muskeln und wer viel Muskelmasse hat, kann damit einfacher Wärme produzieren. Eine gute Idee ist zum Beispiel sich ein Ergometer zuzulegen und damit 3-mal täglich zu trainieren. Das hilft Oma und Opa aufs Fahrrad.

2. Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann sich durch ständiges Frieren bemerkbar machen. Fragen Sie deshalb ihren Arzt oder Apotheker.

3. Wer bei 19 Grad Raumtemperatur bereits zum Heizkissen, Wollsocken, Winterunterwäsche, heißem Tee und warme Bäder verlangt, sollte nicht gleich alle Heizungsventile auf Höchstleistung stellen, sondern lieber einen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen. Das trainiert auch die Senioren. Die berühmten 1000 Schritte wirken manchmal wie ein Wunder, auch bei Frierhippen und Frostbeulen.

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